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Das Leben des Künstlers Gustav Klimt

Die Welt, die Gustav Klimt in seinen Bildern einfängt, ist geprägt von Schönheit, Sinnlichkeit und Erotik. Klimt ist der Künstler, der ständig von Frauen umgeben war. In seinen Gemälden, in denen er ihre Weiblichkeit und Schönheit feiert, zeigt er auch eine gewisse Distanz zwischen Mann und Frau auf.

Zum Beispiel kann man in seinem Werk „Der Kuß“ das männliche Gesicht nicht sehen. Hier wird die Beziehung zur Frau, die der Künstler pflegte, schon recht deutlich. Klimt hatte nie geheiratet, unterhielt aber eine langjährige Beziehung zu Emilie Flöge und bekam mit Marie Zimmermann drei uneheliche Kinder.

Als bereits Vierzehnjähriger erhielt Klimt ein Stipendium, das ihm ermöglichte an der Wiener Kunstgewerbeschule zu studieren. Bereits seine frühen Werke hatten großen Erfolg. Er gründete gemeinsam mit seinem Bruder Ernst und seinem Kommilitonen Franz Matsch die Künstlergruppe „Künstlercompagnie“. Auch machte sich Klimt durch den künstlerischen Aufbau der Feierlichkeiten des Kaiserpaars einen Namen. Heute erfreuen sich die Kunstdrucke von Gustav Klimt und in Galerien wie hier kann man Sie erwerben.

1896 wandte sich Klimt dann ganz dem menschlichen Körper zu. Er bildete ihn konkreter ab, fing den sinnlichen Ausdruck der Frauen ein. Männer malte er selten und wenn, dann von hinten oder nur in Andeutungen. Durch seine Weiterentwicklung verließ er die „Künstlercompagnie“ und gründete die Bewegung „Sécession“, die bald große Erfolge feierte. Damit büßte Klimt den Rang eines gefragten Künstler des österreichischen Großbürgertums ein, stand bald im Mittelpunkt vieler Skandale. Bilder wie „Neid, Wollust und Maßlosigkeit“ empörten und erhitzten die Gemüter. Da Klimt im Grunde finanziell unabhängig war, scheute er diese Skandale nicht nur, sondern provozierte sie.

In seinen Gemälden beschäftigte er sich mit der Sexualität, der Nacktheit und der Anordnung und Faszination schöner Stoffe. Auch in seinen Zeichnungen und Skizzen hielt er offene und unbekleidete, erotische Momente fest.

Diese Freiheit in den Zeichnungen stand im Gegensatz zu den Porträts der Damen der Gesellschaft. Während die einen freizügig und nackt zu sehen sind, sind die Gestalten auf den Porträts häufig von viel Stoff und Ornamenten umhüllt, der Bezug liegt auf den Gesichtern, nicht auf der Sinnlichkeit des Körpers.

Klimt sagte von sich, er sei kein Künstler, der außergewöhnlich wäre, denn Außergewöhnlichkeit gäbe es nicht. Er sei einfach ein Maler, der von morgens bis abends malen würde. Auf andere Künstler, wie z. B. Kokoschka oder Schiele, übte er einen großen Einfluss aus. Klimt starb 1918 an den Folgen eines Schlaganfalls.